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Radfahren mit Auszeichnung

26.9.2014 – Europapremiere: Der Rheinradweg ist als erster Fernradweg mit einem neuen europäischen Zertifikat ausgezeichnet worden. Im Rahmen der Konferenz „Cycling without borders“ in Basel ist das Zertifikat offiziell überreicht worden. Stellvertretend für das EU-geförderte Projekt Demarrage nahm Sjaak Kamps, Geschäftsführer des Lead-Partners Euregio Rhein-Waal, das Zertifikat entgegen. Das Gütesiegel setzt den Schlusspunkt unter das vierjährige Projekt, in dessen Rahmen der Rheinradweg europaweit herausgeputzt wurde. In leicht veränderter Form arbeiten die Projektpartner aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden auch künftig zusammen.

 

Zertifizierung des Rheinradwegs - Foto: Romantischer Rhein Tourismus GmbH

 

 

Einheitliche Beschilderung, europäische Zertifizierung, länderübergreifende Webseite, Veranstaltungsreihe, Servicehandbuch und neue buchbare Angebote: Mit vielen konkreten Ergebnissen geht das EU-geförderte INTERREG IVB-Projekt „Demarrage“ zu Ende. 18 Partner aus vier Ländern haben gemeinsam den Rheinradweg erschlossen, herausgeputzt und vermarktet. „Das Ergebnis ist ein touristisches Qualitätsprodukt von der Quelle des Flusses in den Alpen bis zu seiner Mündung in der holländischen Nordsee“, kommentiert Sjaak Kamps.

 

Beschilderung
Das Signet der EuroVelo 15 weist den Weg: Im Rahmen des Projekts Demarrage wurde für den Rheinradweg eine einheitliche Beschilderung realisiert. Damit ist eines der wichtigsten Ziele des Projekts erreicht – den Rheinradweg von der Quelle des Flusses bis zur Mündung sichtbar zu machen. Insgesamt sind mehrere tausend Schilder entlang der Strecke platziert worden. Teils wurden neue Schilder installiert, teils wurde das Signet in die vorhandene Beschilderung integriert. „Das wichtigste Ziel bestand darin, eine international einheitliche Beschilderung zu erhalten. Das haben wir erreicht“, bilanziert Lukas Stadtherr von der Stiftung Schweiz Mobil.

 

Zertifizierung
Damit auch eine europaweit einheitliche Qualität gewährleistet werden kann, ist die gesamte Strecke nach einem neuen europäischen Standard zertifiziert worden. Die Kriterien wurden von der European Cyclist‘s Federation (ECF) und dem ADFC ausgearbeitet.
Jeder Abschnitt der insgesamt rund 2.400 Kilometer langen Strecke wurde von Testfahrern dokumentiert. Unterwegs haben die Prüfer unter anderem die Trassenbreite, Hindernisse wie Poller oder Schranken, die Oberfläche der Radwege und mögliche Gefahrenstellen beurteilt. Zudem wurde die Verkehrsbelastung an und auf der Strecke dokumentiert. Im Bereich Service konzentrierten sich die Tester auf die Fragen: Wo gibt es Verleihstationen? Sind ausreichend fahrradfreundliche Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe zu finden? Können E-Bikes aufgeladen werden? Sind Rastplätze vorhanden? Und welche Sehenswürdigkeiten laden zu einem Zwischenstopp ein? Eine wichtige Rolle spielt dabei die einheitliche Beschilderung.

 

Internationale Website
Als erster „Meilenstein“ wurde eine internationale Internetsite für den gesamten Rheinradweg entwickelt. Auf der Webpräsenz www.rheinradweg.eu finden Radtouristen erstmals länderübergreifend alle Highlights und relevanten Reiseinformationen entlang des gesamten Rheinradwegs. Von der internationalen Ebene gelangen die Nutzer bequem auf länder- oder regionalspezifische Unterseiten. Gleichzeitig ist die neue Webseite ein europäisches Musterprojekt: Die Struktur der Webseite dient als Vorbild für alle EuroVelo-Routen der ECF.

Die Informationen für Radtouristen stehen in vier Sprachen zur Verfügung: Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch. Neben Daten und Fakten zu den einzelnen Streckenabschnitten finden die Nutzer alles Wissenswerte für ihre Tourenplanung: Von Natur- und Kulturerbestätten am Wegesrand über Museen und Häfen bis hin zu regionalen kulinarischen Highlights wie Wein- oder Käseproben ist hier alles zu finden, was den Aktivurlaub auf dem Rheinradweg zu einem Erlebnis werden lässt.


Erste visuelle Eindrücke vom Rheinradweg vermittelt ein Video. Es ist ebenfalls auf der Webseite www.rheinradweg.eu zu sehen.

 

Neue Veranstaltungsreihe
Auf der Webseite ist auch ein weiteres Ergebnis des „Demarrage“-Projektes zu finden: die Veranstaltungsübersicht des RheinRadSommers. Unter diesem Motto werden jährlich von Mai bis September gut 40 Open-Air-Events entlang des Rheinradweges unter einem Dach gebündelt. Es handelt sich dabei um bestehende Veranstaltungen, die besonders attraktiv für Aktivurlauber sind – von Radwandertagen bis zu Weinfesten, von Radrennen bis zu Kulturevents. Jedes Jahr findet eine Zentralveranstaltung statt, die immer an einem anderen Ort an der Strecke über die Bühne geht. 2013 stand „Tal total“ im Mittelrheintal im Rampenlicht, 2014 war der Niederrheinische Radwandertag in Krefeld Gastgeber.

 

Servicehandbuch
Eine kompakte Planungshilfe für Radwanderer ist das neue Servicehandbuch zum Rheinradweg. Auf 88 Seiten erhalten die Leser praktische Informationen über Beschilderung, Feiertage, Veranstaltungen und weitere Informationsangebote. Zudem wird der gesamte Rheinradweg vorgestellt – unterteilt in 13 Etappen.
Von fahrradfreundlichen Hotels über Fahrradservice-Stationen und lokale Touristeninformationen bis zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke reicht die Bandbreite. Das Buch kann über alle touristischen Partner an der Strecke sowie die Webseite www.rheinradweg.eu bezogen werden. Das Handbuch ist ebenfalls in den vier Projektsprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch erhältlich. Es steht auch kostenlos zum Download auf der Website www.rheinradweg.eu zur Verfügung.

 

18 Partner aus fünf Ländern

Im Rahmen des Demarrage-Projektes haben 18 Partner aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien zusammengearbeitet. Es handelt sich dabei um touristische Organisationen sowie um unterschiedliche Behörden. Das gemeinsame Ziel bestand darin, den Rheinradweg europaweit zu vermarkten, um die touristischen Anbieter an der Strecke zu unterstützen. Dafür wurden unter anderem neue buchbare Angebote für Radurlauber zusammengestellt. Hierbei sind vor allem länderübergreifende Pauschalen sowie Kombinationsangebote mit anderen Aktivitäten entstanden. Ab Januar 2015 werden die Arbeiten von einer Nachfolgeorganisation weitergeführt. Hierbei sind die European Cyclists‘ Federation in Brüssel und der Romantische Rhein Tourismus in St. Goarshausen federführend.


Das Projekt wird von der Europäischen Union mit EFRE-Mitteln im Rahmen des Nordwesteuropa INTERREG IV B Programms kofinanziert. Lead-Partner des Projekts ist die Euregio Rhein-Waal. Pressekontakt: Sally Friedrich, Tel. 02821- 79 30 36, demarrage@euregio.org

Pressekontakt
Sally Friedrich, Tel. 02821- 79 30 36, demarrage@euregio.org

 

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